Lebensrechnung

Am vergangenen Wochenende machte ich eine interessante Bekanntschaft. Ich lernte eine junge Frau namens Lisa kennen (wobei sie natürlich nicht wirklich Lisa heißt, der Name wurde für den Artikel geändert). Lisa ist Vietnamesin und wirkt schmal, zerbrechlich. Wir sprachen zuerst über die Arbeit und die Eingewöhnung und Anpassung im Land, dann über Kinder. Da stellte sich heraus, dass die jung aussehende Lisa einen 25-jährigen Sohn hat.

-„Es tut mir leid, das zu fragen, aber wie alt bist du?“ Ich bin überrascht.

-„Für uns 45, für euch 44“ lächelt Lisa

-„Wie geht das denn?“

-„Wenn in Vietnam ein Kind geboren wird, wird angenommen, dass es bereits ein Jahr alt ist. Es hat die ganze Zeit im Bauch seiner Mutter gelebt. Das ist ein wichtiger Abschnitt, vielleicht sogar wichtiger, als der Abschnitt, der im „wirklichen“ Leben liegt.“

Diese Rechnung kommt nicht von ungefähr und gibt Respekt vor dem Leben und Anerkennung des Rechts eines kleinen Menschen, geboren zu werden.

Im Familienentwicklungszentrum helfen wir nicht nur Müttern und Babys, sondern auch Schwangeren, versuchen, ihr Recht auf Geburt und Leben zu verteidigen. Es gibt vielerlei Gründe für eine Abtreibung: es gibt nichts zu essen, es ist schon das dritte Kind, mit einem Kind wird mich niemand heiraten usw. Das Leben zeigt aber, dass all diese Probleme nach und nach gelöst werden können, nachdem das Kind da ist.

Marina hat zwei Kinder-einen Jungen und ein Mädchen.

-Als ich, Ira, schwanger wurde, war mein Sohn Kolya nur wenige Monate alt. Ich war erschöpft von schlaflosen Nächten, Geldmangel und einem Streit mit meinem Mann. Ira dachte nicht lange über Alternativen nach, die Entscheidung fiel schnell-Abtreibung! Der Termin stand bereits fest, als plötzlich ein Telegramm kam: „Komm schnell, deine Mutter ist krank“. Zusammen mit dem kleinen Kolya ging es in das Dorf, wo sich Ira um ihre Mutter kümmerte, die einen Schlaganfall erlitten hatte. So verpasste sie alle Termine.

Dann wurde alles schlimmer und schlimmer. Die Beziehung zu meinem Mann ging völlig schief, mein Bruder holte mich aus dem Entbindungsheim ab. Es gab niemanden, zu dem ich die Kinder hätte bringen können, es gab auch kein Geld. Vom Sozialschutz der Caritas erhielt ich Lebensmittelpakete. Im Familienentwicklungszentrum wurde ich herzlich begrüßt und wegen der menschlichen Anteilnahme schluchzte ich das gesamte Treffen über. Während des nächsten Jahres bin ich ständig ins Zentrum gekommen- ich habe Lebensmittelpakete erhalten, konnte Dinge für meine Kinder im Lager abholen und ich sprach viel mit anderen Müttern. Nach solchen Besuchen schwirrte mir im Kopf herum: „Ich bin nicht alleine, ich schaffe das alles. Es gibt Situationen, die viel schlimmer sind als meine.“ Mit einem Psychologen arbeitete ich an der Beziehung zu meinem Mann. Ich weiß gar nicht, wie vielÄrger und Kummer ich in diesem Büro gelassen habe…

Irina ist jetzt 4 Jahre alt, sie geht jetzt in den Kindergarten. Kolya wird bald 6, er zählt schon und kennt einige Buchstaben. Ich arbeite wieder, das Leben hat sich insgesamt verbessert. Natürlich sind wir nicht reich und mein Mann ist auch nicht zurückgekehrt. Doch nachdem ich die Kinder ins Bett gebracht habe, danke ich Gott jeden Tag dafür, dass ich sie habe.

Soziale und menschliche Unterstützung ist eine Möglichkeit, das Leben eines kleinen Menschen zu retten! Wenn Sie RIESIGE Probleme haben, wenn Sie mit ihren Kindern alleine sind oder eine schreckliche Entscheidung treffen müssen, besuchen Sie das Familienentwicklungszentrum der Caritas. Wir werden Ihnen helfen, damit fertig zu werden. Es gibt Zentren in Novosibirsk, Barnaul, Tscheljabinsk, Omsk, Ischim und Tomsk. Adressen und Kontakte hier.

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