Die Zahl der Armut in Russland ist im letzten Jahr um 0,3 Millionen auf 19,8 Millionen Menschen gestiegenen. Das ist der höchste Stand seit 2006 und bedeutet, dass sich die Fortschritte von einem Jahrzehnt Armutsbekämpfung auf Null belaufen.
Das Existenzminimum in Russland ist im Jahr 2016 stetig zurückgegangen und erreichte im letzten Quartal des Jahres 9691 Rubel im Monat und pro Person, das sind bei dem aktuellen Rubelkurs ca. 160 Euro. Die Statistik definiert eine Person als arm, wenn ihr Einkommen unter dem Existenzminimum liegt und das Geld nicht ausreicht, um Nahrungsmittel und Heizmittel zu kaufen.
Ende März stellte die russische Vize-Premierministerin Olga Jurivnja Golodez fest, dass die Armut in Russland ein einzigartiges Phänomen sei und charakteristisch für die arbeitende Bevölkerung stehe, bei der 4,9 Millionen Menschen auf Mindestlohn beschäftigt sind.
Die Daten sind auf der russischen Seite Newsru.com einzusehen.