Ich will Borschtsch!

Familienfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil des Kinderklubs. Die Kinder lieben sie einfach, die Eltern kommen mit Vorsicht… Zuerst werden Lieder, Gedichte und Tänze vorgetragen, dann kommt die Zeit für Wettbewerbe. Die Kinder müssen also alle Zutaten für Borschtsch aufschreiben. Die Zeit vergeht also, die Teams schreiben fleißig an ihren Listen. Plötzlich fällt mir ein 6-jähriger Ilya auf, der bitterlich weint. Durch dicke Kindertränen kann ich einen einzigen Satz ausmachen:

-Ich will Borschtsch! Ich will Borschtsch! Ich will Borschtsch!

Ich sehe zu seiner Mutter, die sich verwirrt abwendet. Sie allein zieht 6 Kinder groß, lebt in einer kleinen Wohnung von 35 m2 und arbeitet. In der Familie wird nicht gerne über den Vater gesprochen, zu tief sitzt die Wunde durch seinen Verrat und zu groß sind die Sorgen. Ich verstehe, dass in dieser Familie Borschtsch ein festliches Abendessen ist, das es schon lange nicht mehr gab.

Den Jungen umarme ich fest, beruhige ihn, lenke ihn ab
Als nächstes backen die Kinder gemeinsam mit den Müttern Kekse. Ilya weint nicht mehr, beschäftigt sich mit einer interessanten Aufgabe, allerdings mit traurigem Blick.

-Entschuldige, ich weiß nicht, was über ihn gekommen ist. Er ist normalerweise ganz ruhig, aber hier…

Ilyas Mutter, Olga, erzählt mir dies leise und mit großer Trauer in ihrer Stimme. Die Frau ist offensichtlich nervös und fühlt sich sehr unwohl.

-Mama, Mama! Schau mal, was für einen Hasen ich gemacht habe!

Der Junge lächelt seine Mutter herzlich an, und man kann sehen, wie stolz er auf seine Schöpfung ist. Olga schaut ihr Kind mit großer Liebe an, hört aufmerksam zu und geht ihm helfen.

Am Ende des Tages stelle ich ein kleines Päckchen für Olga zusammen – ein paar Möhren und Kartoffeln, die vom Kochen übriggeblieben waren, eine Zwiebel und ein wenig Kohl, die die Gemeindemitglieder uns gespendet haben, eine Dose Bohnenkonserven.

-Das brauchst du doch nicht! Ich fühle mich dabei nicht ganz wohl…

-Nimm es! Organisiere mit deinen Kindern ein kleines Fest.

-Danke!
Ilya greift glücklich nach dem Paket und versteckt sich hinter der Tür.

Die Familienfeier ist vorbei, ein weiterer Tag ist vergangen.
Ich denke, dass Glück einfach sein kann. Und selbst eine scheinbar banale Sache, wie eine leckere Borschtsch zuzubereiten, bringt ein wenig Glück und Wärme in das Familienleben.

Fasten ist eine Zeit, in der es üblich ist, besonders auf andere zu achten. Spenden Sie für die Arbeit mit Armen was sie haben: Essen, Geld, Liebe…

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