Ferien in einer Großstadt

Vor kurzem haben Kinder aus dem Dorf Slavyanka, welches in der Umgebung von Omsk liegt, ein großes Geschenk erhalten. Tamara Edelmann hat uns geholfen, Spenden für das Projekt „Ferien in der Großstadt“ zu sammeln. So wurde es den Kindern aus dem Dorf Slavyanka ermöglicht drei ganze Tage in Begleitung von Pädagogen in Omsk zu verbringen! Wenn Sie es mit den Augen der Kinder betrachten, die ihr kleines Dorf noch nie zuvor verlassen haben, dann werden Sie verstehen, wie viel diese Reise für sie bedeutete:

Die Kinder warteten ungeduldig auf den Tag, an dem die Reise beginnen sollte und endlich war er gekommen. Mit vollen Rucksäcken und vielen Erwartungen stiegen wir in das Sammeltaxi. Auf dem Weg: endlose sibirische Felder, bedeckt mit Schnee. Die Kinder können es kaum abwarten Omsk zu sehen. Sie stellen neugierig Fragen: „Was ist das für eine Stadt? Mit welchen Kugeln spielt man Bowling? In welches Theater gehen wir? Wo werden wir schlafen und was gibt es in McDonalds zu essen? Welchen Film schauen wir uns im Kino an?“ Die ganze Fahrt über grübeln die Kinder… Endlich, wir sind da. Paarweise stellen sich die Kinder in einer Reihe auf und es geht los.

Mit dem Trolleybus fahren wir durch die Stadt. „So merkwürdig, neben dem Trolleybus fahren noch andere Autos. Sie könnten uns doch streifen?“, dachten die Kinder. Artjom (8 Jahre) hält für alle Fälle seine Arme schützend vor sein Gesicht. „Geht der Trolleybus denn nicht kaputt?“, fragt Vika (9 Jahre). Trotz der Sorgen, genießen die Kinder die Fahrt mit dem Trolleybus. Wir steigen aus und nutzen einen Zebrastreifen, um die Straße zu überqueren. Samira (6 Jahre) fragt verwundert: „Zebrastreifen?“

Hier werden wir leben, in der Karitas Omsk. In dem Gasthaus gibt Zimmer mit Hochbetten und aufklappbaren Betten. Es gibt Toiletten und Waschbecken. „Oh, so etwas habe ich schon mal im Kino gesehen!“, schreit Rinat (8 Jahre). Wir betreten die großräumige Küche, bereiten uns einen Brei zu und essen gemütlich.

Dann beginnt die eigentliche Reise, in die Welt der Großstadt! Zunächst gehen wir ins Kino. Das befindet sich in einer großen Einkaufsmall. Wir nehmen den Fahrstuhl und lassen uns von einer Etage zur nächsten heben. Was für ein Erlebnis, auf jeder Etage herrscht eine eigene Welt. So viele Emotionen! Die Kinder schreien wild durcheinander, fallen sich gegenseitig ins Wort. Wir beschließen noch vor dem Kino eine Runde Bowling zu spielen. „Bowling – das ist so interessant“, sagen die Kinder. Sie werfen die Kugeln mit voller Begeisterung, freuen sich über ihre gefallenen Kegel. Die Augen der Kinder funkeln, aber es ist langsam Zeit das Spiel zu beenden und ins Kino zu gehen.

Im Kinosaal angekommen sagt Angelina (8 Jahre) begeistert: „Was für ein schöner Saal.“ „Der ist ja riesig und was für eine Leinwand!“, ruft Slata (7 Jahre). Dima (12 Jahre) schreit: „Der ist ja ganz rot!“ Wir sehen uns den Kinderfilm „Mary und die Blume der Hexe“ an. Die Kinder schauen mit offenem Mund, sie sind ganz still und aufmerksam. Abends reden wir über die vielen Eindrücke und Erlebnisse, die wir am Tag durchlebt haben. Mit guter Laune und Vorfreude auf den nächsten Tag schlafen die Kinder ein. Alle sehnen sich nach dem Morgen, denn sie werden zum ersten Mal McDonalds besuchen.

Endlich ist der Tag gekommen! Doch zunächst ging es in das Kinder- und Jugendtheater – ТЮЗ. Ein großer, wunderschöner Saal! Die Kinder können vor Begeisterung ihre Augen nicht von dem Kronleuchter abwenden, sie rennen hin und her. Plötzlich entdeckten sie einen für sie unbekannten Apparat. Alle stürzen sich neugierig darauf, schmeißen es beinahe um. Was ist das für ein eigenartiger Apparat? „Was ist das? Wie holt man das daraus?», fragt Dima (7 Jahre). Die Kinder stehen vor einem Wasserspender. Nachdem wir ihnen erklärt hatten, wie man den Wasserspender benutzt, stürzen sich die Kinder auf die Becher. Jeder möchte der erste sein. Gespannt halten sie den Becher unter der Einrichtung und freuen sich, wenn sie ein paar Tropfen beim Eingießen abbekommen. „Was für ein leckeres Wasser!!! Ihr müsst alle probieren! Und die Becher knacken so schön“, sagt Anja (10 Jahre). In diesem Augenblick ist alles Unwichtig geworden – die ganze Aufmerksamkeit ist dem Wasser und dem Knacken der Becher gewidmet. Es klingelt zum dritten Mal, was bedeutet, dass sich alle auf ihre Plätze begeben müssen, denn die Vorstellung würde sofort beginnen. Nur mit Mühe können wir die Kinder vom Wasserspender trennen.

Die Kinder sind ganz still, schauen sich zu allen Seiten um. Das Theaterstück „das wilde Entenküken“ beginnt. Aufmerksam und interessiert beobachten sie, wie sich die Handlung entwickelt und kommentieren einzelne Szenen.

Nach dem Theaterstück machen wir uns auf den Weg zu McDonalds. Bereits von weitem erkennen die Kinder das Gebäude an dem großen schönen Buchstaben „M“ für McDonalds. Die Anspannung steigt als wir das Restaurant betreten. „Was für unterschiedliche Tische und Stühle… solche habe ich noch nie gesehen“, sagt Vika (9 Jahre). „Schönes Essen“, fällt Nastja (10 Jahre) auf. Sie weiß nicht, wohin sie gucken soll: so viel Auswahl und so schöne bunte Verpackungen. Die Kinder schreien aufgeregt durcheinander, was sie sich zu Essen wünschen. Wir bestellen für alle dasselbe Paket, wir setzen uns und essen. Sie bemühen sich alles auf einmal zu essen, denn es sind so viele neue Geschmäcke dabei: Pommes, Burger, Coca-Cola.

Das Highlight für die Kinder ist jedoch die Toilette geworden, denn die war sehr besonders! Das Wasser am Waschbecken läuft von selbst, wenn man die Hand unter den Kran hält. Es gibt einen Handtrockner, den die Kinder mit Spaß ausprobierten. Mit einem Luftballon in jeder Hand verlassen wir das Restaurant. Was für ein Abenteuer! Das war ihr erster McDonalds-Besuch und sie wissen nicht, ob sie ein zweites Mal die Möglichkeit haben werden, hierher wiederzukommen.

Erst am Abend kehrten wir in das Gasthaus zurück. Die Kinder nahmen so viel positive Energie von dem heutigen Ausflug mit. Sie erzählen mit sehr viel Freude von den Ereignissen, es kommt eine so glückliche, harmonische Stimmung auf.

Die Kinder, die Pädagogen und alle Mitarbeiter sprechen an dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN aus. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die den Kindern aus Slavyanka ein solches Abenteuer ermöglicht haben. Indem wir den Horizont erweitern, neue Möglichkeiten eröffnen, lehren wir die Kindern zu träumen, nach vorne zu sehen und sich nach Mehr zu sehnen!

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