Es gibt Hoffnung

Michail besucht das Kinderzentrum in Omsk seit der 1.Klasse. In diesem Jahr kann er darauf stolz sein, dass er schon in die 11. Klasse geht. Fast Schulabgänger. Michail hat das letzte Schuljahr, Prüfungen, Immatrikulation und Erwachsenenleben vor sich. Aber er ist mit 12 Jahren schon erwachsen geworden. Damals übernahm dieser blonder Junge mit traumhaft warmen Augen und gutem Herzen eine schwere Last. Seitdem versorgt Michail seine Mutter, seinen Onkel, seine Großmutter und sich selbst. Zuerst sparte er jene Kopeke, fand Jobs und sammelte Glas, Plastik und Altmetall. Dann folgten Tankstellen, Autowerkstätten, Posting. Ein Job, zwei…

Jahr 2015. Die Kinder aus dem Kinderzentrum fuhren zum Sommerlager nach Kujbischew. Alle nahmen ihre Plätze im Elektrozug und natürlich begannen sofort zu essen. Michail unterhielt sich lustig mit anderen Jungen, nahm aus seiner Tüte eine Flasche vom Bier mit der Etikette „Baltika 9“ und begann aus dieser Flasche zu trinken…
-Michail, was ist das?!
— Wasser.
— Wie Wasser? In so einer Flasche? Wo hast du die genommen?
— Ja, ehrlich, das Wasser. Sie können es selbst ausprobieren. Mein Onkel hat mir sie gegeben…

Michail gab nicht auf. Es gelang ihm, gute Leistungen in der Schule zu haben, Prüfungen erfolgreich abzulegen und Schulpräsident zu sein. Er hatte keine Angst, in die 11. Klasse zu gehen, weil er Hochausbildung haben will. Er will Programmierer werden. Im Kinderzentrum ist Michail ein unentbehrlicher Helfer. Er repariert alles, was kaputt ist, schmiert alles, was quietscht und reinigt da, wo es dreckig ist. Wir brauchen ihn nicht darum zu bitten. Im Sommer ist Michail unser wichtigster „Apfelspender“. In seinem Garten arbeitet er auch allein…
Vor einigen Monaten verstarb die Großmutter von Michail, die einzige nächste Person für ihn, die innerhalb allen diesen Jahren ihn auch nur ein bisschen unterstützt hatte. Michail ist allein geblieben. Seine Mutter trinkt Alkohol bis zum Vollrausch. Der 17-jährige Michail muss sie von ewigen Problemen, Unfallstationen und Wohnungen ihrer Freunde herausholen. Die Verachtung und Gleichgültigkeit wachsen in ihm gegenüber seine Mutter, die nicht verstanden hat, was bedeutet, „Mutter“ zu sein.

Wir haben bemerkt, dass Michail seinen Kopf hängen lässt. Mit der erneuten Sauferei der Mutter fällt es es immer schwerer, es zu akzeptieren.
– Natürlich ich liebe sie, sie ist doch meine Mutter. Aber ich bin müde. Jetzt ist es mir egal, was mit ihr weiter passiert.

Jetzt schläft Michail im Bus, der ihn zur überregionalen Veranstaltung nach Altai fährt. Er sagt, dass er in zwei letzten Nächten wenig geschlafen hat. Vor seiner Abreise holte er seine Mutter mit einer Kopfverletzung von ihren Freunden heraus. Wir hoffen sehr, dass Berge, frische Luft, Sternhimmel und Lieder am Lagerfeuer im Freundeskreis während dieser Woche Michail helfen, von allen Problemen wegzulaufen, sowie ihm Zukunftshoffnung wieder geben.

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