Das Alter Valentina Ivanovnas nähert sich der Neunzig. Die schwere Arthritis, oder einfacher gesagt, die Entzündung der Gelenke, schränkt ihre Bewegungsfreiheit stark ein. Ein Bein hat sich durch das kranke Kniegelenk so verändert, dass der Unterschenkel zur Seite abgeht und die Muskeln sich vollständig abgebaut haben. Zu allem Übel nimmt auch ihr Hör- und Sehvermögen ab. Dennoch behält sie ihren klaren Verstand, kann ein Gespräch in Gang halten, selber Tee trinken und den Fernseher anschalten. Bei allen anderen Dingen benötigt sie Hilfe. Valentinas Verwandten, haben bereits die Hauskrankenpflege kontaktiert, um sich beraten zu lassen. Mit der Zeit fiel es ihnen aber immer schwerer, Valentina vom Bett in den Rollstuhl umzusetzen und sie baten eine Krankenschwester der Hauskrankenpflege vorbeizukommen, um ihnen neue Methoden der Umsetzung und Pflege zu zeigen.
Im Laufe der Unterweisungen, merkte die Krankenschwester, dass Valentina während der Umsetzung die Beine wegknicken. Es stellte sich heraus, dass sie sich nicht einmal für einen kurzen Augenblick auf den Beinen halten kann. „Und diese Schmerzen in den Beinen, ich habe Angst zu fallen!” Ihre Angst führte zu einer starken Unsicherheit und zu einem Gefühl des Unbehagen. Auch die unbequemen Schuhe und der rutschige Boden verstärkten ihre Unsicherheit und ihre Verwandten versprachen, rutschfeste Schuhe und eine Gummimatte für Valentina zu besorgen. Es ist wichtig, günstige Voraussetzungen für einen sicheren Stand zu schaffen, dass Valentina ihre Angst überwindet, dass ihre Spannung während des Umsetzends abfällt und sie entspannt die Aktion durchführen kann. Dies wird der Familie bei der Pflege helfen und Valentina selbst kann etwas zur Erleichterung beitragen!
Unsere kleinen Tipps werden sehr beherzigt und zeigen in der Umsetzung große Wirkung. Die Hauskrankenpflege unterstützt die Pflege von Schwerkranken und Alten tatkräftig, bildet die Angehörigen in der Pflege aus und hilft ihnen dabei, den Alltag entspannter bewältigen zu können.